Archiv der Kategorie 'Nationalismus'

So wie es ist vor die Hunde geh´n!

ACHTUNG! DAS GANZE ALBUM GIBT ES JETZT SCHON ZUM HÖREN AUF DER MYSPACESEITE VON EGOTRONIC!!!
Hier nun der Blogeintrag in seiner ursprünglichen Form:

Die Electropunks von Egotronic haben ebenfalls lange Zeit an einem neuen Album gearbeit, allerdings wird dieses bereits in der nächsten Woche veröffentlicht (Releasetermin 30.4.2010). Es wird „Ausflug mit Freunden“ heißen und auf, wie sollte es auch anders sein, Audiolith Records erscheinen. Bei mehreren Songs dieses Albums wurde mit anderen (Audiolith-)Künstlern zusammengearbeitet, so unter anderem mit Saalschutz, Frittenbude, Plemo und Captain Capa. Zu ihrer ersten Single „Was solls“, die bereits am 26.03 erschienen ist, wurde nun gestern auch das offizielle Musikvideo der veröffentlicht. „Was solls“ hat als erste Single gleich das Potenzial für einen echten Ohrwurm und zeigt, das Egotronic auch in diesem Jahrzehnt mehr als eine Band unter Vielen bleiben wird. Politik wird in den Texten des neuen Albums, wie gewohnt, neben Feierei, eine wichtige Rolle einnehmen , was folgende Aussage in „Was solls“ verdeutlicht:
„Wir sagen nach wie vor noch wo wir steh´n
Und werden diesen Weg auch konsequent weitergehn!“

egotronic-ausflugmitfreunden

Wer schon mal in das Album reinhören möchte, kann das auch schon gerne hier.
Man darf also auf das neue Album gespannt sein und schließlich muss man sich ja auch nur noch eine Woche gedulden bis dann am nächsten Freitag das Album im Laden erhältlich ist.
Hier nun erstmal das Video zu „Was solls“.


EGOTRONIC – Was Solls

egotronic | MySpace Music Videos

hier der Songtext des Refrains , in den Strophen gab es leider ein, zwei schwer verständliche Passagen, weshalb ich das hier jetzt weglasse:

Wenn das Schiff morgen untergeht,
Untergeht!
Was solls, Was solls
Was solls, Was!
So wie es ist vor die Hunde geht,
(imitiertes Bellen)
Was solls, Was solls
Was solls, Was
Dieser Sound einfach nicht mehr zieht
nicht mehr zieht!
Was solls, Was solls
Was solls, Was
Und man dann tanzend in den Abgrund zieht
Abgrund zieht!
Was solls, Was solls
Was solls, Was

Die deutschen Rentner : Alt und kriminell?

„Ein Rentner hat drei Nachbarn erschlagen. Hätte er einen Migrationshintergrund, hätte man eine Debatte.“

„Liebe Kollegen von der Bild!“ von Mely Kiyak, erschienen als Kolumne in der Frankfurter Rundschau.

Eine kleine Anmerkung von mir zu dieser Kolumne:
Statt kriminelle, deutsche Rentner in „unsere freiheitlich-demokratische Rechtsordnung“ zu integrieren, könnte man sie auch einfach, genau wie es Herr Koch oder andere Politiker für kriminelle Ausländer fordern, abschieben. Und das einfach in zufällige Drittstaaten. Vielleicht würden dann dem ein oder anderen bewusst, wie menschenverachtend Abschiebungen sind.

„Nazis Raus!“ – Ja, wohin denn?

„Nazis Raus!“
Heute möchte ich mich der simpelsten, einprägsamsten, aber auch stupidesten Demoparole, die eigentlich bei jeder Aktion gegen Nazis und Rassisten verwendet wird, widmen:
„Nazis Raus!“
Häufig auch in folgender Variante: „Nazis Raus! Nazis Raus! Nazis, Nazis, Nazis -Raus! Raus! Raus!“.
Fast jede Person hat die Parole irgendwann schon einmal zu Ohren bekommen, oder irgendwo an Wänden, auf Aufklebern etc. gelesen.
Wenn man dann einmal „Nazis Raus!“ bei Youtube eingibt findet man dazu 279 Videos, darunter auch einige Musikvideos zu Liedern mit dem Titel „Nazis Raus“ und auch Google ist häufig fündig: 202.000
Das erste Suchergebnis bei Google verändert die Parole sinnvoll: Nazis Raus aus dem Internet!
Diese Aussage ist eindeutig und auch durchaus unterstützenswert, auch wenn das ganze von der „Linken“ betrieben wird, die mir sonst nicht immer so sympathisch ist.
Widmen wir uns also nun einmal der ursprünglichen Parole.
„Nazis Raus!“. Was besagt dieser Spruch überhaupt? Damit eine Parole etwas bewirken kann, muss sie ja eine klare Aussage haben, denn sonst kann sie schließlich nichts, jedenfalls nichts positives, in den Köpfen bewegen. Die Aussage bei „Nazis Raus!“ scheint auf den ersten Blick eindeutig antifaschistisch orientiert zu sein, auf jeden Fall ist die Aussage für jede/n verständlich:
Nazis haben hier nichts zu suchen.
Und da wären wir bereits bei den Problemen angekommen, die diese Parole mit sich bringt.
Die Parole mag zwar gegen Nazis sein, fordert aber gleichzeitig, dass sie hier, in „unserer Heimat“ nichts zu suchen haben. Diese heimatorientierte Argumentation findet man in vielen Kreisen. Teilweise geht es soweit, dass selbst selbsternannte Linksradikale, die sonst gerne auch einmal „Nie, Nie, Nie wieder Deutschland“ von sich geben, fordern, dass alle Nazis raus aus Deutschland sollen, schließlich verderben sie „unsere“ Jugend.
Da fragt man sich doch, ob sich diese überhaupt über den Sinn der Parole bewusst sind. Schließlich ist in der Forderung „Nazis Raus!“ auch impliziert, dass Nazis abgeschoben werden sollen. Das mag nicht jede/r, die/der die Parole ruft so sehen, trotzdem gibt es durchaus nicht wenige, die diese Parole ernst meinen, und Abschiebungen für Nazis für die beste Lösung halten. Ich erinnere mich da an ein Zitat von Jan Delay(ein Sänger, von dem man halten will was man will, mag ihn selber ansich nicht soo gerne), der beim Antifaschistischen LKW-Konzert in Hamburg vor dem 1. Mai auch wiederum eine Situation zitierte. Der Wortlaut war ungefähr: „Nazis Raus“ „Ja, nur wohin? Es sind unsere Nazis, die gehören nach Deutschland.“
Kann mich nur noch grob erinnern, nur finde ich das ziemlich passend.
Ich frage mich nur wie man einerseits gegen Abschiebungen sein kann, andererseits aber trotzdem die selbe fordert. Klar, Nazis sind menschenverachtend und absolut beschissen, kein Zweifel, nur sind Abschiebungen immer scheiße und eine Folge des Nationendenkens.
Außerdem: Was sollen die Nazis z.B. in Frankreich?
Wer meint es sei besser wenn die Nazis nicht hier in Deutschland sondern in anderen Ländern ihr Unwesen treiben folgt damit dem nationalistischen Grundgedanken und möchte sein eigenes Land vor den „Parasiten“ befreien. Dieser Grundgedanke ist in Deutschland zwar ziemlich beliebt, doch muss man sich auch vor Augen halten, dass der Gedanke Deutschland vor den Nazis, den „Bösen“, sauber zu halten, dem Gedankengang der Rechtspopulisten wie z.B. Herrn Koch gilt, welcher Deutschland vor den kriminellen Ausländern „schützen“ möchte, sehr ähnelt. Schließlich soll ja in beiden Fällen das „eigene Land“ sauber gehalten werden. Die NSDAP unter Hitler wollte ja ansich das selbe, dies soll nicht den NS verharmlosen, ich möchte daran nur deutlichen machen, dass der gesamte Gedankengang sein „eigenes Land“ sauber halten zu wollen totaler Schwachsinn ist und nationalistisch hinzu.

Nazis sind überall Scheiße!
Soziale Probleme, zu denen nunmal auch die Nazis gehören, sollten nie mit Abschiebungen an andere Staaten weitergegeben werden. Nazis müssen bekämpft werden, egal wo und zu welchem Zeitpunkt. Ein einfaches „Nazis Raus!“ reicht nicht, das „Raus!“ ist die simpelste Variante Probleme aus dem eigenen Bereich zu entfernen, doch manchmal geht es eben nicht nur simpel. Nazis müssen dauerhaft bekämpft werden, ein „Raus“ gibt nur die Hoffnung preis, das Problem durch Abschiebung an andere weitergeben zu können

Verkürzte Nazikritik?
In letzter Zeit hat man öfters was von „verkürzter“ Kritik im Zusammenhang mit der Kritik am Kapitalismus gehört, ich möchte diesen Begriff aufgreifen und zeigen, wieso „Nazis Raus“ eigentlich dann logischerweise verkürzte Nazikritik sein muss.
Bei dieser Parole wird nämlich der Nazi kritisiert, diese Kritik muss nicht fundiert sein.
Das verkürzte daran ist nun aber, dass die Ideologien nicht zwangsweise kritisiert werden müssen, z.B. Ist man zwar gegen Nazis, findet den netten Antisemiten von nebenan aber „voll okey“. So ist Nazikritik teilweise nur noch symbolisch, da es den typischen Nazi gar nicht zu geben scheint. Denn unter diesem Typen stellt man sich oft einen kalten, unfreundlichen und
skrupellosen Mensch vor. Wenn man dann erfährt, dass der/die nette Schulkamerad/in ein Nazi sein soll kann man sich das überhaupt nicht vorstellen und stempelt das als Lüge ab.
Dies zeigt, dass die Kritik der Nazi-Ideologie im Vordergrund stehen sollte und nicht nur einfach gesagt werden sollte :“Nazis sind böse“.
Wenn man die Ideologien der Nazis kritisiert wird man auch schnell auf den Nationalismus stoßen, der auch bei der Parole „Nazis raus!“ impliziert ist.
Kritik an Nazis sollte daher immer fundiert sein, doch man sollte nicht nur den typischen Nazi, sondern auch den Antisemiten, Nationalisten oder homophoben Bürger kritisieren, also Leute die in ihrer Weltanschauung Teile der Ideologie der Nazis besitzen.
Sicher tun das relativ viele, das möchte ich nicht bestreiten, trotzdem gibt es sicher immer etwas zu optimieren.

„Nazis Raus!“ vs. „Ausländer Raus!“
Ein weiteres Argument, welches gegen die Parole spricht ist die Ähnlichkeit mit rassistischen Parolen wie z.B. „Ausländer Raus!“. Kein Wunder, dass man Rechte und Linke nicht mehr voneinander unterscheiden kann, wenn dann die Parolen auch noch gleich klingen.
Schließlich hört man das „Raus!“ meistens am lautesten, da dort die meisten mitbrüllen…
Für Passanten wird zwischen dem einen oder anderen auf so mancher Demo der Unterschied nicht deutlich werden. Natürlich möchte ich hiermit die Parolen nicht gleichsetzen, das wäre einfach nur falsch und Nazi-verharmlosend! Man kann ebenfalls auch nicht jeden der „Nazis Raus!“ ruft als Nationalisten bezeichnen, das wäre ebenfalls unkorrekt, viele sind sich wohl einfach nicht bewusst was die Parole impliziert.
Die akustische Ähnlichkeit bleibt natürlich kein Hauptargument, viel entscheidender ist einfach die Tatsache, dass man sich mit „Raus!“ ins nationalistische Nationendenken einreiht.
Nun mag ein mancher der Meinung sein, dass Nazis durchaus überall beschissen sind, man mit der Parole aber nicht umbedingt zum Ausdruck bringen möchte, dass Nazis nur in Deutschland nicht erwünscht sind. Nun gut, dann ist da wenigstens etwas Einsicht vorhanden, doch der Beigeschmack bleibt, denn die Parole drückts nunmal so aus, auch wenn sie sicher dehnbar interpretierbar ist.

Ich möchte mit diesem Eintrag nur ein wenig zum Denken anregen, ich hoffe es hat ein wenig geklappt. Weder möchte ich den NS verharmlosen noch Nazigegner die „Nazis Raus!“ rufen als Nationalisten darstellen.

FIGHT NATIONALISM!
Für eine aufgeklärte selbstreflektierte linke Bewegung!

Deutschnachhilfe für Nazis

Nazis blamieren sich in Köln

Der groß angekündigte „Antiislamisierungskongress“ wurde erfolgreich verhindert.
Erst wurden die bürgerlich-wirkenden Nazis am Freitag für 5 Stunden auf den Rhein vertrieben, ihre Bustour durch „Problemstadtteile“ wurde verboten und von den angekündigten 1500 Teilnehmern waren nur wenige gekommen.

Belustigend sind die Versuche mancher Nazis diese Blamage jetzt zu schönigen.
Dazu hier 2 Statements von Nazis:
Gegendemonstranten rufen „Nazis raus“, Harald Vilimsky, der Generalsekretär der „Freiheitlichen Partei Östereichs“ versucht den Gegenprotest herunterzuspielen:
Reporter: „Die hören sie, oder?
Vilimsky: „Naja, ich hör wahrscheinlich da ein paar, sog ich mal, bezahlte Provokateure der linksmilitanten Szene, wir kennen das ein bischen kleiner aus Östereich. Die bekommen ihr Geld von diversen kommunistischen und sonstigen Vereinigungen, dafür, dass sie da laut schreien.“

Reporter:“Sie sind stundenlang mit „Moby Dick“ auf dem Rhein getrieben, ist das´n bischen peinlich für die Rechten?“
Markus Beisicht ( Vorsitzender von Pro Köln) : „Nö, es war doch nett auf dem Rhein. Wir hatten gutes Wetter und wir hatten, sind, anständig beköstigt worden.“

Einfach das Video mal angucken;)
Hier gehts zu dem Video

Am Samtag wurde dann auch noch die Demo der Nazis verboten, der eigentliche Höhepunkt des Kongresses.
Übrigens gab es am Freitag bereits eine Demo unter dem Motto „Fight the Game! Rassismus, Islamismus, Nationalismus und Kapitalismus bekämpfen!“ mit mehreren Tausend Leuten.
Samstag waren es nach Polizeiangaben 15.000, Veranstalter sprechen von bis zu 50.000. Auffällig war aber, dass der Oberbürgermeister von Köln, Fritz Schramma, durch Auftreten bei den Gegenaktionen und deutliche Ansagen gegen den Kongress den Protest für sich vereinnahmen konnte. Letzlich wird bei einigen, politisch nicht so informierten, Leuten der Eindruck zurückgeblieben sein, dass die CDU engagiert antifaschistisch & antirassistisch ist. Schramma als Führer der AntinaziBewegung, diesen Eindruck konnte man in einigen Zeitungsartikeln bekommen. Hierbei wird natürlich immer vergessen, dass ohne linksradikale Gruppen die Gegenaktionen deutlich kleiner gewesen wären und, dass so mancher CDU-Politiker auch gerne mal rechtspopulistische Phrasen benutzt. Mehr Informationen findet man derzeit in vielen Medien, Indymedia etc.

Seltsam finde ich nur, dass man zu einem Kongress von 280 Nazis über 10000 Leute mobilisieren kann, es aber bei 2 der größten Naziaufmärschen des Jahres (Hamburg jetzt mal nicht berücksichtigt, da war großer Protest), also Dresden und Dortmund, effektives Blockieren nicht wirklich möglich ist und das nur wegen der geringen Anzahl an Demonstranten.
Entscheidend für die hohe Anzahl in Köln und auch Hamburg war sicher auch die Mobilisierung, die schon lange im Vorraus begann. Dazu kommt, dass die Gegenaktionen in Dresden und Dortmund von antideutschen Gruppen organisiert wurden, im Gegensatz zu den breiten Bündnissen in Köln und Hamburg. Nur sollte sich ein mancher fragen ob es denn nicht wichtiger sei die Nazis zu vertreiben, als nicht mit israelsolidarischen Antifas zu demonstrieren.
Da zeigt sich bei dem ein oder anderen dann auch die wahre Gesinnung.