„Schwarzfahrer“ – Preisgekrönter Kurzfilm über Rassismus

Der Kurzfilm „Schwarzfahrer“ aus dem Jahr 1992 vom Regisseur Pepe Danquart zeigt das Problem des alltäglichen Rassismus. Der Film wurde 1994 mit dem Oscar für den besten Kurzfilm geehrt.

I ♥ Bleiberecht

17.11.2010, 17.30 Uhr | Hauptbahnhof | Hamburg DEMONSTRATION: I ♥ BLEIBERECHT! Gekommen um zu bleiben! Bleiberecht und Menschenrechte für Alle!

hier der Aufruf zur Demo:

88.000 in Deutschland geduldete Flüchtlinge und geschätzt mehrere 100.000 Menschen ohne Papiere leben jeden Tag in Angst vor ihrer Abschiebung. Die Innenministerkonferenz (IMK) hat bereits 2006 eine Bleiberechtsreglung beschlossen, die an der Lage dieser Menschen nicht viel geändert hat. Eine dauerhafte Lösung zur Sicherung des Aufenthaltes wird offenbar nicht angestrebt. Stattdessen droht die Abschiebung.
Mehr als die Hälfte der Geduldeten lebt seit länger als sechs Jahren in der BRD, trotzdem droht die „Rückführung“. Z.B. werden momentan Sammelabschiebungen von Roma in den Kosovo durchgeführt obwohl diese schon bis zu 20 Jahren in Deutschland leben. Im Kosovo drohen ihnen Ausgrenzung und ein Leben auf der Müllhalde.
Wir treten hingegen für eine Gesellschaft ein, in der alle Menschen mit den gleichen Rechten leben können, wo sie es wollen. Und für eine Gesellschaft, die rassistischer Diskriminierung und Ausgrenzung überall dort entgegen tritt, wo sie ihr begegnet.

Deshalb laden Jugendliche ohne Grenzen zusammen mit einem breiten Bündnis von Flüchtlingsorganisationen und anderen UnterstützerInnen zu einer Demonstration für ein bedingungsloses Bleiberecht ein:

Mittwoch, den 17.11.2010
17:30 Auftaktkundgebung
Hauptbahnhof (Hachmannplatz)

I ♥ ♥ ♥ ein bedingungsloses Bleiberecht für alle!
I ♥ die Abschaffung aller ausgrenzenden Gesetze und Regelungen, wie z.B. Residenzpflicht, Asylbewerberleistungsgesetz und Lagerunterbringung
I ♥ die Legalisierung von Menschen ohne Papiere (den sog. Illegalen)
I ♥ Chancengleichheit v.a. beim Bildungsrecht und Arbeitsrecht
I ♥ die Abschaffung der Abschiebehaft!
I ♥ das Recht für unsere abgeschobenen FreundInnen in ihre Heimat Deutschland zurückzukehren.

Jugendliche ohne Grenzen ist eine bundesweite initiative von / für junge Flüchtlingen und MigrantInnen, gemeinsam kämpfen wir seit 2005 für Chancengleichheit, ein bedingungsloses Bleiberecht und gegen Abschiebung. Parelell zu unseren jährlichen Konferenzen findet auch immer die Konferenz der Innenminister statt.

Um zur Seite der JOG Konferenz in Hamburg und der „I ♥ Bleiberecht“-Demo zu gelangen einfach auf das Bild klicken.

heut abend hier hingehen

ich dokumentiere hier den Aufruf für die heutige Demo in Hamburg gegen Abschiebehaft:

Abschiebehaft abschaffen!

Es gibt keinen Freitod hinter Gittern

Am 16.4.2010 starb erneut ein Mensch in Hamburger Abschiebehaft. Die 34jährige Yeni erhängte sich mit einem Gürtel in der JVA Hahnöfersand. Sie war seit dem 23.Februar 2010 inhaftiert, angeblich wegen „Verstoß gegen das Aufenthaltsgesetz“. Vermutlich hielt sie sich ohne gültige Papiere in Hamburg auf. Dies ist in den Augen der Hamburger Behörden ein Verbrechen.

Yeni hat nichts anderes gemacht als sich das für deutsche PassbesitzerInnen selbstverständliche Recht auf Bewegungsfreiheit zu nehmen. Aber sie hatte Schlimmeres zu erleiden als das Warten deutscher TouristInnen auf europäischen Flughäfen, das z.Zt. die Medien füllt. Vermutlich hat sie, wie so viele andere MigrantInnen auch, hart und für zu wenig Lohn gearbeitet, wurde von Männern ausgebeutet und betrogen (laut Presse wurde sie „in einer Modelwohnung aufgegriffen“, reiste „seit 1994 mehrfach mit verschiedenen Identitäten ein und war mit drei Deutschen verheiratet“). Seit fast zwei Monaten war sie in Untersuchungs- und dann in Abschiebehaft. Ihr Verbrechen war es, sich ein selbstbestimmtes Leben zu wünschen, in dem sie selbst entscheidet, wo sie lebt – nicht die Behörden.

Bereits am 7. März 2010 nahm sich David, ein junger Flüchtling, ebenfalls in Hamburger Abschiebehaft das Leben. Ihm drohte eine Abschiebung gemäß der europäischen Dublin II-Verordnung, weil er über Polen eingereist war – deshalb wurde es ihm hier verweigert, einen Asylantrag zu stellen.

Die Hamburger Regierung aus CDU und GAL hatte genügend Zeit, Konsequenzen aus dem Tod von David zu ziehen. Sie hätte somit den Selbstmord von Yeni verhindern können. Falls sie ihre rigide Abschiebepolitik nicht ändert, wird sie auch weiterhin die Verantwortung dafür tragen, wenn sich erneut Menschen in Haft aus Angst vor Abschiebung das Leben nehmen sollten. Das haben in den vergangenen 10 Jahren 23 Abschiebehäftlinge versucht.

Nach dem Suizid von Yeni bekräftigte der innenpolitische Sprecher der CDU, Kai Voet van Vormizeele, die Notwendigkeit „verbindlicher Maßnahmen in der Abschiebung“ und erklärte, es sei nicht „akzeptabel, dass Menschen nur noch den Ausweg des Selbstmords sehen. Dies muss durch geeignete Maßnahmen verhindert werden.“ Das heißt: Noch mehr Abschiebehaft, Überwachung und Kontrolle statt Freiheit für die Inhaftierten.

Der verantwortliche Justizsenator Till Steffen (GAL) äußerte lauthals: „Der Selbstmord von Yeni P. hat mich tief getroffen“. Dabei trägt seine Partei die Abschiebepolitik seit Jahren mit. Die GAL kündigte jetzt lediglich an, einen Runden Tisch einzurichten, um über „aktuelle Fragen rund um die Abschiebepraxis“ zu reden. Aber statt zu reden, müssen endlich Konsequenzen gezogen werden:

* SOFORTIGE ABSCHAFFUNG DER ABSCHIEBEHAFT UND FREILASSUNG DER INHAFTIERTEN!

* RÜCKTRITT DER VERANTWORTLICHEN SENATOREN AHLHAUS UND STEFFEN!

* SCHLUSS MIT DER RASSISTISCHEN AUSGRENZUNGS- UND ABSCHIEBEPOLITIK GEGEN FLÜCHTLINGE UND MIGRANTINNEN!

* BEWEGUNGSFREIHEIT, BLEIBERECHT UND GLEICHE RECHTE FÜR ALLE!

Beteiligt Euch an der Demonstration
am Samstag, den 24.4.10 um 18.30 Uhr ab Hauptbahnhof (Glockengießerwall)
Abschlusskundgebung: 20 Uhr Achidi-John-Platz (Schulterblatt)

Es rufen auf:
Flüchtlingsrat Hamburg, Avanti – Projekt undogmatische Linke, Hamburger Arbeitskreis Asyl e.V., attac Hamburg, amiga – antimilitaristische FrauenLesbenGruppe Hamburg, GEW-Bleiberechtsausschuss, GEW-Studis, Gewerkschaftliche Hochschulgruppe Hamburg, DIE LINKE – Bürgerschaftsfraktion, DIE LINKE – AG Migration und Flucht, kein Mensch ist illegal, Libertäre Harburg, Cafe Exil, anti(ra)²dio, A.R.K! – AntiRassistische Kultur, VVN.BdA Hamburg, Projekt Revolutionäre Perspektive (PRP), Bürengruppe Paderborn, S.E.N.G. Hamburg, Revolution-Hamburg, Flüchtlingsrat Niedersachsen“

Farbig?




Ich werde schwarz geboren,
wachse schwarz auf,
wenn ich in der Sonne bin, bleibe ich schwarz
wenn ich friere, bleibe ich schwarz
und wenn ich sterbe, bin ich immer noch schwarz.

Aber Du:
kommst
rosa zur Welt,
wächst weiß auf,

wenn Du krank bist, bist Du
grün,
In der Sonne bist Du rot,
wenn Du frierst, bist Du blau,
wenn Du stirbst, bist Du bleich,
und Du nennst mich einen Farbigen?